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Muster präsentieren, aber wie?

Auf einen Blick

  • Muster sind unverzichtbare Entscheidungswerkzeuge für Architekt:innen und Innenarchitekt:innen, da sie Materialien haptisch erlebbar machen, Unsicherheiten reduzieren und die Kommunikation mit Bauherr:innen entscheidend erleichtern.
  • Handlich, beschriftet, kostenlos und schnell geliefert: Planungsbüros erwarten kompakte Formate, herauslösbare Einzelmuster, klare Produktkennzeichnung mit QR-Codes sowie eine zuverlässige, unkomplizierte Logistik inkl. Rücknahmeservice.
  • Verpackung und Präsentation müssen ästhetisch, nachhaltig und praxistauglich sein. Überdimensionierte Umverpackungen, Login-Barrieren bei der Bestellung und kostenpflichtige Muster sind klare Abschreckungsfaktoren.
  • Trotz Digitalisierung und KI bleibt das physische Muster relevanter denn je als emotionaler Gegenpol zur digitalen Welt. Wer in Musterqualität und Service investiert, kann Kunden langfristig binden und wertvolle Leads gewinnen.
Erstellt
11.10.24
Lesezeit
10 Minuten
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Materialcollage mit verschiedenen Bau- und Designproben, darunter Holz- und Metallstücke, Netze, Textilien und farbige Platten.
Inhaltsverzeichnis
  1. Warum Muster für Planungsbüros unverzichtbar sind
  2. Die Reise des Musters: So hebt ihr euch an jeder Station ab
  3. Muster, oh Muster: Herausforderungen von Planungsbüros und Herstellern
  4. Wie sieht die ideale Musterpräsentation* aus der Perspektive von (Innen-)Architekt:innen aus?
  5. Der schönste Streichelzoo für Planer:innen
  6. Welche Auswirkungen hat KI auf die Musterliebe von Architekt:innen?
  7. Häufige Fragen (und Antworten) zur optimalen Musterpräsentation
  8. Häufige Fragen

Warum Muster für Planungsbüros unverzichtbar sind

Bevor wir tief in die Tipp- und Trickkiste für gute Musterpräsentationen greifen, lasst uns einen Blick darauf werfen, weshalb Muster für (Innen-)Architekt:innen, und damit unmittelbar auch für Bauherr:innen, so wichtig sind:

Muster…

…inspirieren

Sie helfen dabei, vage Visionen zu konkretisieren und eine erste Idee schnell in einen (im wahrsten Sinne des Wortes) greifbaren Entwurf zu verwandeln.

…lügen nicht

Nur durch physisches Anfassen kann wirklich beurteilt werden, ob ein Material den funktionalen und ästhetischen Anforderungen genügt, sei es in Bezug auf Haptik, Kratzfestigkeit, Robustheit oder Farbtreue.

…beschleunigen Entscheidungen

Im Austausch mit der Bauherrschaft sind Muster ein unverzichtbares Kommunikationsmittel, um Oberflächen zu veranschaulichen und die finale Auswahl zu treffen.

»Eins sollten Sie beachten: Sobald das Muster die Hand einer (Innen-)Architekt:in berührt, ist die Aufmerksamkeit zumindest für einen kurzen Moment weg. Es wird von allen Seiten befühlt und begutachtet - quasi Fluch und Segen zugleich. Überlegen Sie also gut, wann Sie das Muster überreichen, und platzieren Sie Ihre wichtigsten Infos vorher oder nachher.«

Franziska HolzmannStrategic Consultant bei hej.build

Die Reise des Musters: So hebt ihr euch an jeder Station ab

Von der Anfrage bis ins Büro (und im besten Fall übrigens auch wieder zurück zum Hersteller) durchlebt ein Muster zahlreiche Stationen. An jeder dieser einzelnen Stationen gibt es die Chance, sich vom Wettbewerb abzuheben, sei es durch das Muster selbst oder durch den damit verbundenen Service. Doch wann und wie habt ihr welche Einflussmöglichkeiten?

1. Anfrage und Musterbestellung: Gute User Experience von Anfang an

Wie einfach macht ihr es den Planungsbüros, Produkte und Muster ins Büro zu bestellen? Empfehlenswert ist ein Prozess, der intuitiv und einfach ist. Bestellformulare via Website oder feste Ansprechpersonen des Unternehmens, die unkompliziert kontaktiert werden können, sind optimal. Vermeidet komplexe Anfragemasken oder fehlende Kontaktdaten auf der Website. Kostenpflichtige Muster? Ein klarer Abschreckungsfaktor.

2. Verpackung und Präsentation: Der erste Eindruck zählt

Liefert eure Muster in durchdachten und praktischen Verpackungen. Stellt Mustermappen, -boxen oder -taschen bereit, die leicht zu handhaben und ästhetisch sind. Herausnehmbare Muster, die individuell für verschiedene Bemusterungssituationen zusammengestellt werden können, punkten besonders. Vermeidet unbedingt unnötig große Umverpackungen, in denen am Ende nur ein kleines Muster steckt. Das wirkt nicht nur unpraktisch, sondern auch wenig nachhaltig.

3. Beschriftung und Produktinformation: Kein Platz für Verwechslungen

Ein Muster, das durch viele Hände wandert, muss jederzeit erkennbar sein. Herstellername, Produktdetails und QR-Codes, die direkt zur spezifischen Produktseite und nicht zur Startseite des Herstellers führen, sind ein absolutes Muss. Die Beschriftung auf den Produkten fehlt gänzlich? Das führt dazu, dass Muster oft nicht mehr den Weg von den Schreibtischen oder Projektkisten zurück in die richtige Verpackung finden.

4. Logistik und Lieferung: Verspätungen sind hier fehl am Platz

Eine der knappsten Ressourcen in Planungsbüros ist die Zeit. Sorgt also für einen schnellen und zuverlässigen Lieferservice. Ein beschädigtes oder verspätetes Muster kann die gesamte Planung beeinträchtigen, und im Zweifel wird dann zum schnelleren Wettbewerber gegriffen. Bietet an, große oder nicht mehr benötigte Muster zurückzunehmen, denn neben der Zeit ist auch Platz im Büro oft knapp. Ein schneller, unkomplizierter Rückholservice ist ein Plus.

5. Ankunft im Planungsbüro: Spotlight oder Staubschicht?

Euer Muster muss sich durchsetzen. In den meisten Planungsbüros herrscht Platzmangel und es warten eine Menge Materialien darauf, verwaltet zu werden. Das Format ist der entscheidende Punkt: Damit euer Muster gut aufgenommen wird, sollte es handlich, leicht zu lagern und gut organisiert sein. Flexibel einsetzbare Formate oder Bindungen, die individuell zusammengestellt werden können, sind besonders beliebt. Bietet eure Muster zudem in unterschiedlichen Formaten oder mithilfe von Übersichtskarten an.

Sprecht uns an
Ihr möchtet überprüfen, ob eure Musterpräsentation zielgruppenspezifisch und zeitgemäß ist? Lasst uns einen gemeinsamen Blick drauf werfen. Kontaktiert uns gerne über unser Kontaktformular.

Muster, oh Muster: Herausforderungen von Planungsbüros und Herstellern

Muster sind essenziell für Planungsbüros. Doch stehen diese häufig vor der Herausforderung, ihre wachsenden Mustersammlungen zu bewältigen und unnötigen Wildwuchs zu vermeiden: Unterschiedliche Formate, Platzprobleme und der Zeitaufwand für die Pflege kosten wertvolle Ressourcen. Für Architekt:innen sind kompakte, aktuelle, beschriftete und schnell zugängliche Muster daher ein Muss. Die klare Bitte an Hersteller? Macht es ihnen so leicht und unkompliziert wie möglich.

Hersteller hingegen kämpfen oft damit, eine Musterpräsentation zu entwickeln, die nicht nur optisch überzeugt und den Sehgewohnheiten der Ästhet:innen entspricht, sondern auch praktisch und kosteneffizient ist. Denn sowohl in der Produktion als auch in der Verpackung verstecken sich Kosten, weshalb sowohl die Qualität der Produktmuster als auch schöne und sparsame Verpackungen teils zu kurz kommen. Der Erfolg hängt zudem stark von einer zuverlässigen Lieferung und gut geplanter Logistik ab. 

Aber ein kleiner Tipp am Rande: Der Aufwand lohnt sich. Denn wer Interesse an euren Mustern hat, hat im Regelfall auch Interesse an eurem Unternehmen. Und ist somit ein heißerer Lead als flüchtige Messebesucher:innen.

»Wir möchten damit gefüttert werden, was sich bei den Herstellern in Sachen Innovation tut.«

Anni Rosenbergbrandherm + krumrey interior architecture
Portrait von Anni Rosenberg
Anni Rosenberg, brandherm + krumrey interior architecture

Im Rahmen unseres Industry Updates zum Thema Musterpräsentation haben wir bei Anni Rosenberg, Innenarchitektin und Assoziierte von brandherm + krumrey interior architecture, nachgefragt, wie ihr Büro mit Mustern umgeht und was ihnen beim Handling am meisten hilft:

  • Kurze und knackige Update-Termine von maximal 30 Minuten, in denen kompakt und ohne viel Chichi über Produkt- und Kollektions-Neuheiten informiert wird.
  • Auf dicke Produktkataloge verzichten, da diese zwar schöne Produktbilder beinhalten, aber im Arbeitsalltag dann doch eher Handmuster zum Einsatz kommen.
  • Rücknahme großer und sperriger Muster, da Materialbibliotheken aus allen Nähten platzen und Muster häufig nur während des Projekts benötigt werden.
  • Direkte Ansprechpartner:innen für Handmusterbestellungen, weil es einfacher und schneller ist, an seine Muster zu kommen, als über Onlineportale mit Login-Barriere.
  • Zuverlässige und rechtzeitige Lieferung, da ansonsten Materialien anderer Hersteller angefordert werden.
  • Kostenlose Materialmuster, da ein Unkostenbeitrag ebenfalls dazu führen kann, dass zu den Produkten eines anderen Herstellers gegriffen wird.

Wie sieht die ideale Musterpräsentation* aus der Perspektive von (Innen-)Architekt:innen aus?

  1. Sie ist übersichtlich und nicht überladen gestaltet.
  2. Die Verpackung fühlt sich gut an, sieht gut aus und ist nachhaltig produziert.
  3. Sie bietet die nötige Flexibilität mit herauslösbaren Mustern, um diese neben anderen Mustern auf den Tisch legen oder individuell für Bemusterungstermine zusammenstellen zu können.
  4. Sie beinhaltet Übersichtskarten im Kleinformat, sofern es unterschiedliche Farben und Oberflächen gibt, und bietet die Möglichkeit, größere Handmuster bei Bedarf bestellen zu können.
  5. Sie ist auf der Rückseite beschriftet mit Hersteller-Namen, Produkt und Farbe, sodass Materialien eindeutig zugeordnet werden können.
  6. Eine Verlinkung auf die Website via QR-Code bietet weiterführende Informationen, die immer aktuell und auf dem neuesten Stand sind.

* in Form von Mappen, Boxen, Handmustern, Koffern etc.

»Ein Farbfächer sagt mehr als tausend Katalogseiten.«

Hannes Bäuerleraumprobe I Material Bank

Der schönste Streichelzoo für Planer:innen

Portrait von Hannes Bäuerle
Hannes Bäuerle, Material Bank

Hannes Bäuerle von Material Bank geht bei der optimalen Musterpräsentation sogar noch einen Schritt weiter und sagt: »Muster ist nicht gleich Muster: Lassen Sie sich mehr in die Karten schauen, zeigen Sie die Bestandteile der Produkte, damit sie mit allen Sinnen begreifbar und erlebbar gemacht werden.« Und dass er weiß, wovon er spricht, beweist nicht zuletzt der physische Ort »raumprobe*«, den er gemeinsam mit seinem Partner Achim Stumpp in Stuttgart geschaffen hat und liebevoll als »Streichelzoo für Planer:innen« beschreibt. 

* Als dieser Beitrag erschien, gehörte die raumprobe übrigens seit Kurzem zum amerikanischen Unternehmen Material Bank, das Architekt:innen mit seiner Materialdatenbank und einem schnellen Overnight-Lieferservice von Materialmustern eine umfassende Plattform bietet.

Falls ihr das Angebot der raumprobe/Material Bank noch nicht kennt, folgt hier eine warme Empfehlung, sich dort mal umzuschauen.

Aber zurück zu Hannes Bäuerle. Aus Sicht des selbsternannten Material-Freaks gibt es elf handfeste Vorteile von Mustern, die ihr als Hersteller für eure Zwecke nutzen solltet:

  1. Physische Wahrnehmung: Produkte werden mit allen Sinnen direkt erlebbar.
  2. Beurteilung der Eignung: Belastbarkeit und Ästhetik für spezifische Anwendungen.
  3. Entscheidungsfindung: Physische Prüfung des Produkts reduziert Unsicherheiten und erhöht die Kaufwahrscheinlichkeit.
  4. Transparenz: Hersteller zeigen, dass sie offen für eine genaue Überprüfung ihrer Produkte sind.
  5. Bessere Beratung: Mit Materialmustern kann schneller und zielgerichteter beraten werden.
  6. Vermeidung von Missverständnissen: Muster reduzieren Missverständnisse in Bezug auf Produkteigenschaften.
  7. Visuelle und haptische Präsentation: Starkes Marketingwerkzeug, das bei Messen, Präsentation oder Direktvertrieb eingesetzt werden kann.
  8. Differenzierung: Vom Wettbewerb abheben und Wertschätzung der Kunden erhöhen.
  9. Verkaufsförderung: Tool für Vertriebsteams, Produkte besser zu präsentieren.
  10. Angebotsunterstützung: Entscheidender Vorteil bei Ausschreibungen oder Angeboten.
  11. Langfristige Kundenbindung: Wer ein Material einmal physisch erlebt hat, bleibt oft treu und wird zum Wiederholungskunden.

Welche Auswirkungen hat KI auf die Musterliebe von Architekt:innen?

Fragt man Hannes Bäuerle, liegt die Antwort, ob das echte Muster hinfällig wird, auf der Hand: ein ganz klares Nein. Im Gegenteil, das Muster werde künftig noch relevanter als Gegenpol zur digitalen Welt. Muster lösten den ungezwungenen Spieltrieb und vor allem auch Emotionen bei den Anfassenden aus, die digital nur schwer nachgeahmt werden könnten. Auch Anni Rosenberg bestätigt diese Einschätzung. Digitale Beratungsgespräche zu Mustern und Materialien funktionierten schon, seien aber ihrer Meinung nach viel einfacher durchzuführen, wenn zusätzlich das Muster vorab ins Büro geschickt werde und während der Erläuterung direkt angefasst werden könnte.

Aber auch bei der digitalen Präsentation nicht vergessen: Wählt den Zeitpunkt der Musterübergabe weise und überlegt. Denn für einen kurzen Moment setzen Herz und Hirn der (Innen-)Architekt:innen aus. Wie oft habt ihr selbst erlebt, dass ein gut gewähltes Muster sofort Begeisterung ausgelöst hat? Eine spontane Eingebung kann plötzlich zum greifbaren Entwurf werden. Das ist der Moment, in dem ihr bei Architekt:innen punktet. 

Sprecht uns an
Ihr wollt weitere Informationen zum Thema Musterpräsentationen, möchtet jetzt so richtig loslegen oder sucht den persönlichen Kontakt zu Expert:innen aus (Innen-)Architekturbüros? Dann freuen wir uns auf ein persönliches Gespräch. Kontaktiert uns gerne über unser Kontaktformular.

Häufige Fragen (und Antworten) zur optimalen Musterpräsentation

Bringt es noch etwas, Muster regelmäßig vorbeizubringen, wenn die Pflege von Materialbibliotheken so aufwendig ist?

Ja, regelmäßige Muster-Updates sind wichtig, um über Innovationen und Neuheiten informiert zu bleiben. Trotz des Handling-Aufwands sind Muster für Inspiration und Materialentscheidungen unerlässlich.

Was ist Bauherr:innen bei der Musterpräsentation wichtig?

Genauso wie die Architekt:innen reagieren auch Bauherr:innen meist emotional auf Muster. Sie wollen die Materialien anfassen und erleben, um die Qualität und die haptische Wahrnehmung zu beurteilen. Der Preis ist wichtig, aber auch das Vertrauen in das Material und seine Eignung.

Sollten Hersteller Fachberater:innen zu Bauherr:innengesprächen mitbringen?

Insbesondere bei spezifischen oder komplexen Produkten ist es hilfreich, wenn Fachberater:innen in die Gespräche einbezogen werden. Sie können tiefergehende Informationen liefern und Fragen der Bauherr:innen direkt beantworten.

Wie geht man mit sperrigen Produkten in der Musterpräsentation um?

Große Muster sind im Alltag oft unpraktisch; kleinere Muster oder Ausschnitte genügen meist. Für Bauherr:innenpräsentationen werden dann gerne größere Muster genutzt, die danach aber wieder abgeholt werden sollten.

Was ist bei der Etikettierung und dem Einsatz von QR-Codes zu beachten?

Muster müssen klar und dauerhaft beschriftet sein, idealerweise auf der Rückseite und mit QR-Codes, die direkt auf die spezifischen Produktinformationen auf der Hersteller-Website verlinken. Das erleichtert die Arbeit und stellt auch die langfristige Nutzung der Muster sicher.

Sollten Muster kostenlos bleiben?

Kostenlose Muster senken die Hemmschwelle. Schutzgebühren können Planungsbüros davon abhalten, bestimmte Materialien zu nutzen. Kostenpflichtige Muster heben euch negativ von der Konkurrenz ab, dabei sind Muster wichtige Tools für eure Vertriebsteams.

Wie ist die Erfahrung mit digitaler Beratung?

Digitale Beratungen funktionieren nur, wenn die Architekt:innen die Muster parallel vor Ort haben. Ohne Muster würden im Remote-Dialog wichtige Details verloren gehen.

Was ist für euch wichtig, wenn Hersteller anrufen?

Eine offene, ehrliche und authentische Kommunikation ist entscheidend. Planungsbüros schätzen es, wenn sie mit Menschlichkeit und Interesse angesprochen werden, statt mit zu viel Verkaufsdruck.

Was sind die größten Pain Points beim Umgang mit Herstellern?

Zeit ist oft das größte Problem. Wenn Muster nicht rechtzeitig geliefert oder Versprechen nicht eingehalten werden, leidet der Planungsprozess. Verlässlichkeit und Flexibilität der Hersteller sind entscheidend.

Häufige Fragen zum Artikel

Welche Musterformate kommen bei Architekt:innen am besten an?

Kompakte, handliche Formate, die sich leicht in Regale oder Projektkisten einsortieren lassen, werden bevorzugt. Besonders beliebt sind Mustermappen mit herausnehmbaren Einzelmustern, die Architekt:innen flexibel für unterschiedliche Bemusterungstermine mit Bauherr:innen zusammenstellen können. Ergänzend dazu funktionieren Übersichtskarten gut, die das gesamte Sortiment auf einen Blick zeigen.

Wie lässt sich der ROI einer guten Musterpräsentation intern rechtfertigen?

Eine Musteranfrage hat meist einen konkreten Projektbezug und ist damit oft wertvoller als ein flüchtiger Messekontakt. Trackt, wie viele Musteranfragen zu Ausschreibungen und letztlich zu Aufträgen führen, um die Conversion sichtbar zu machen. Die Investition in Musterqualität, Beschriftung und Logistik zahlt auf Kundenbindung und Spezifikationsrate ein.

Was gehört auf ein Produktmuster als Mindestbeschriftung?

Unverzichtbar sind Herstellername, Produktname, Dekor- oder Farbbezeichnung sowie ein QR-Code, der direkt auf die spezifische Produktseite führt und nicht auf die Startseite. Ergänzend empfehlen sich technische Kurzangaben wie Materialstärke oder Einsatzbereich. So bleibt das Muster auch nach Wochen auf dem Schreibtisch oder in der Projektkiste eindeutig zuordenbar.

Wie kann ein Rücknahmeservice für Muster konkret organisiert werden?

Ein einfacher Weg ist ein vorfrankiertes Rücksendeetikett, das der Musterlieferung direkt beiliegt, oder ein Rückholformular auf der Website mit Abholung durch einen Paketdienst. Manche Hersteller kombinieren die Rücknahme mit dem Außendienst, der bei Bürobesuchen nicht mehr benötigte Muster direkt mitnimmt. Das spart Planungsbüros Zeit und Platz.

Sollte die Musterbestellung besser über die Website oder über den Außendienst laufen?

Idealerweise beides: Eine unkomplizierte Online-Bestellung ohne Login-Zwang für schnelle, projektbezogene Anfragen und feste Ansprechpersonen im Außendienst für beratungsintensive Bemusterungen. Entscheidend ist, dass beide Wege gleich gut funktionieren und die gleiche Liefergeschwindigkeit bieten. Vermeidet es, Planungsbüros in einen einzigen Kanal zu zwingen, denn je nach Projektsituation wird mal der eine, mal der andere bevorzugt.

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